Die Geistermantis - Phyllocrania paradoxa

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Phyllocrania paradoxa kommt in weiten Teilen Afrikas sowie auf Madagaskar vor und lebt überwiegend in offenen Strauch- und Waldgebieten. Sie gehört zur Familie der Hymenopodidae und ist durch ihr bizarres Äußeres perfekt als verdorrtes Blatt getarnt. Ihre Farben reichen dabei von schwarz, braun, grün bis hin zu einem gelblichen Ton. Phyllocrania paradoxa hat eine hohe, asymmetrische Krone, ein breites Halsschild und zahlreiche Loben (Körperanhängsel). Die Geistermantis verschmilzt dadurch so gut mit ihrer Umgebung, dass sie von potentiellen Beutetieren nicht wahrgenommen werden kann.

Sowohl adulte Weibchen als auch adulte Männchen werden ca. 5 cm lang, es können aber auch wohlgenährte, größere Tiere auftreten. Die Antennen der Männchen sind wesentlich länger als beim Weibchen. Die Tiere (vor allem die Männchen) sind teilweise sehr schreckhaft. Bei Gefahr lassen sie sich fallen und verharren im sogenannten Todstellreflex. Dabei werden die Beine angezogen und das Tier verharrt vollkommen steif bis der Schock überwunden ist.

Phyllocrania paradoxa hat eine Lebenserwartung von ca. 10 Monaten (Männchen) bzw. 14 Monaten (Weibchen). Beide Geschlechter häuten sich im Laufe ihres Lebens ca. 7- mal.

Diese Mantidenart ist normalerweise sehr friedlich und Jungtiere können ohne Probleme zusammen gehalten werden. Adulte Tiere sollte man jedoch nach Geschlechtern trennen. Die Haltung mehrerer Weibchen oder mehrerer Männchen ist optimal, da die Tiere so in der Regel besser fressen. (Futterneid)

Phyllocrania paradoxa benötigt eine Tagestemperatur von 25 – 30°C. Diese erreicht man in der Regel durch den Einsatz eines Wärmespots, welcher als Beleuchtung vollkommen ausreicht. Um eine angemessene Luftfeuchtigkeit zu erreichen, sollte man 3 – 5 mal in der Woche leicht sprühen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden! Nachts ist eine Temperatur von 22 – 23°C optimal. Das Terrarium bzw. Insektarium sollte mit zahlreichen reich verzweigten Ästen ausgestattet sein. Für eine Gruppenhaltung empfehlen wir eine Größe von 30 x 30 x 50 cm, für eine Einzelhaltung reicht ein 15 x 15 x 20 cm Becken vollkommen aus. Die Tiere fressen Drosophilas, Heimchen, Falter, Motten, Schaben und auch Fliegen wobei sie Fluginsekten bevorzugen.

Für die Zucht setzt man ein bis zwei Wochen nach der Adulthäutung ein Pärchen zusammen. Die Kopulation der Tiere dauert ca. 4 Stunden. Vor einer Verpaarung sollte man unbedingt darauf achten, dass das Weibchen gut genährt und satt ist. Andernfalls kann es durchaus vorkommen, dass es das Männchen frisst, bevor eine Verpaarung stattfinden kann. (Sexualkannibalismus)

Man sollte im Terrarium genug Platz zur Paarung lassen, damit das Männchen nach der Kopulation flüchten kann. Das Weibchen produziert nach der Begattung Ootheken (Eipakete) und legt bis zu 15 Stück in Abständen von 1 bis 2 Wochen. Bei einer konstanten Temperatur von 25 Grad schlüpfen nach ca. 5 Wochen 25 - 40 Nymphen. Die Jungtiere fressen Fruchtfliegen und Springschwänze.

Schutzstatus:

keiner

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